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Oma, erzähl uns mal wie's früher war.

v.l.n.r.: Jan Vögler, Michael Wörner (2. Vorsitzender Verein für krebskranke Kinder e.V.) und Ilse Vögler

Die Autorin Ilse Vögler, Seniorchefin im Autohaus stellt ihr Buch vor. Es erzählt ihre Kindheit auf einem Bauernhof in Würzberg in den 50er Jahren.
Das Buch kann für 20,-€ im Autohaus bezogen werden.

Vom 1. Kontingent von 200 Büchern gehen 4,- Euro pro Buch an den Verein für krebskranke Kinder Odenwald.

Die ersten 100 Bücher waren schnell verkauft, so konnten bereits 400,- Euro an den Verein überwiesen werden. Anfang September wurden noch einmal weitere 400,- € für die restlichen 100 Bücher überwiesen. Aus dem Bücherverkauf kamen somit 800,- € dem Verein für krebskranke Kinder Odenwald e.V. zugute.

„Aufgewachsen auf einem Bauernhof in Würzberg. Das klingt nach idyllischer Kindheit und Landromantik. Doch es war nicht alles gut und schön.“

Mit dieser Erkenntnis beginnt Ilse Vögler (73) ihr Buch „Oma, erzähl uns mal wie´s früher war“, in dem sie ehrlich und ohne Verklärung auf ihre Kindheit zurückblickt. Mit ihrer Schwester ist sie auf einem Bauernhof aufgewachsen und schildert dieses Leben nun für ihre Enkel, die der Großmutter Löcher in den Bauch gefragt haben.

Dies macht sie sehr geschickt, indem sie einen bewusst einfachen Stil pflegt, der die Lektüre dieses Erinnerungsschatzes auch älteren Kindern ermöglicht. Auf 150 Seiten schaut sie in die Ställe, blickt in die Küche und begleitet die Familie bei der Feldarbeit. Dabei illustrieren rund 220 Fotografien und Zeichnungen das Berichtete und harmonieren mit dem informativen, dokumentarischen und erzählerisch aufbereitetem Text. Brauchtum, Schule, das Vieh, die Elektrifizierung und die neue Wasserleitung sind Themen. Auch widmen sich die 15 Kapitel den Jahreszeiten, den Schlachtfesten, den Speisen und der Strickstube im Winter.

Damit gelingt Ilse Vögler, geborene Mohr, ein Einblick in die Entwicklung und den harten Lebensalltag der Odenwalddörfer, den sie exemplarisch an Würzberg festmacht, wo es ob der Höhenlage noch etwas karger zuging als in den Ortschaften der Täler. Da bleibt es nicht aus, dass viel vom Wetter und seinen Folgen erinnert wird. Selbst verfasste Gedichte in der örtlichen Mundart nehmen diverse Ereignisse humorvoll unters Brennglas: „Brombeer sin Faadsbäa, Böschung heesd Roa, Kansdrauwe sin Johannisbeer, Gemeinde – Gemoa!“ Was braucht es da noch ein Wörterbuch?

Mit der Lupe des Rückblicks wird Vergangenes lebendig und nachvollziehbar. Akribisch werden die Arbeitsschritte in der Landwirtschaft geschildet, auch einen Einblick in die Kindererziehung der 1940er und 1950er Jahre gewährt die Autorin ihren Lesern. Dabei wählt sie für sich und ihre Schwester distanzierende Pseudonyme, was nicht notwendig gewesen wäre, da nur Wahres im Buch seinen Niederschlag findet.

Loben muss man den Schalk im Nacken der gebürtigen Würzbergerin, welcher bei der Lektüre immer wieder ein Schmunzeln weckt. Diese sehr persönliche Erlebniswelt steht exemplarisch für Jugenden in landwirtschaftlich geprägten Gegenden und macht das Individuelle im besten Sinne allgemeingültig, ohne lediglich an der Oberfläche zu kratzen. Vögler steigt in ihre Kindheit zurück und blättert damit bei ihren Lesern spezifische Gedankenwelten auf, die einst deren realer Alltag gewesen sind. Eine verbürgte und teils auch verborgene Kindheit.

Besonders wird dies bei der sexuellen Aufklärung in der Schule deutlich: „Daheim geschah in dieser Hinsicht gar nichts. Nur im Klassenzimmer. Doch dem Lehrer und uns war das irgendwie peinlich. Als wieder nichts Genaues“, erinnerte sich Vögler beim kürzlich erfolgten Treffen der Landfrauen im Dorfgemeinschaftshaus, wo sie ihr Buch anlässlich des ausklingenden Winterprogramms bei Hausmacher und Apfelwein vorgestellt hat.

Gewitzt zitierte sie ein als Kind erlebtes Schlachtfest: „Moamme greift sisch schnell e Niersche, zwaa Schdick hot jo nur des Diersche. Oba hodd de Schbeck sisch gschnabbt, weils mim Kaue ned sou glabbt!“ So geht es in dieser Geschichtensammlung sowohl heiter als auch sachlich zu. Der Ton ist nicht gestelzt, sondern angenehm bodenständig.

Lediglich die gut gemeinten Dialekteinschübe in vielen Sätzen mögen den Lesefluss etwas behindern: „Wer wollte, konnte auch die unter dem Wasserstein zu findende emaillierte Waschschüssel – Weschschissel – zur Hand nehmen und aus dem Schiff warmes Wasser schöpfen.“ Das Schiff meint hier den Warmwasserbehälter des Holzofens.

Vieles wird erklärt, nichts verklärt. Keine Fülle an Idylle. „Die gute alte Zeit war beschwerlich, unsere Eltern und Großeltern hatten lange Arbeitstage“, unterstreicht Vögler. Warum heißen die Michels eigentlich Walther? In Würzberg sind sogenannte Hausnamen sinnvoll. Sonst kommt man bei den Walthers, Weyrauchs und Knapps völlig durcheinander. Besonders dem Vertreter des eigentlichen Briefträgers traten deshalb nicht selten Schweißtropfen auf die Stirn.

Die ersten Regentropfen auf von der Sonne erwärmtem Lehm. Noch heute steigt dieser Duft Ilse Vögler in die Nase. „Ein Leben ohne Fernseher, Handy und Computer. So waren die sozialen Netzwerke ein Radio, eine Zeitung und die Menschen selbst“, heißt es. Was rät sie ihren Enkeln? „Sucht euch wahre, echte Freunde, anstatt Follower und Likes.“ Und sie schreibt: „Mein Buch hat keine letzte Seite, es hat ein offenes Ende. Weil wir uns noch viel zu erzählen haben.

„Oma, erzähl uns mal wie´s früher war“ von Ilse Vögler ist mit 150 Seiten, 15 Kapiteln und zahlreichen Fotografien im Eigenverlag erschienen und kann zu 20 Euro im Autohaus Vögler oder unter Tel. 06063 / 95950 bezogen werden.

Kontakt

Autohaus Vögler GmbH
Zeller Gewerbezentrum 22
64732 Bad König (Odenwald)

Telefon: 06063-95950 (24h-Service)
Whatsapp: 49606395950
Fax: 06063-959533
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